Informationen zur Autobahn A17
Aktuelles
von der Autobahn Dresden - Prag
www.autobahn17.de
Zahlen, Daten, Fakten Bezeichnung: Bundesautobahn 17
(A17, BAB17) Gesamtlänge: 44,75 km Gesamtlänge der
Tunnels: 4137 m Regelquerschnitt (RQ): 29,5 m
Anschlussstellen: 8 Autobahntunnel: 5 Großbrücken:
10 (mindestens 100 m Länge) tiefste Stelle: ca. 150
m ü. NN (Müglitztalbrücke) höchste Stelle: ca. 600 m
ü. NN (Grenzbrücke über den Schönwalder Bach)
längste Brücke: 723 m (Lockwitztalbrücke) höchste
Brücke: 64 m (Lockwitztalbrücke) geschätzte
Verkehrsbelastung: 25.000 - 72.000 Fahrzeuge pro Tag
Baubeginn: 21. August 1998 vollständige Freigabe:
21. Dezember 2006 Baukosten: ca. 646 Millionen Euro
Die Geschichte der Autobahn Dresden-Prag
1938
Erste Planungen für Reichsautobahn nach Böhmen
Entwurf einer Trasse südlich von Dresden (Freital,
Bannewitz, Heidenau, Pirna) und einer nördlichen
Variante (Dresdner Heide, Eschdorf, Pirna)
1940 Genehmigung der nördlichen Variante, wurde
jedoch nie begonnen
1967 Planung einer Verbindung Dresden - Tschechische
Grenze im Autobahnbauprogramm der DDR
1976 Nähere Untersuchung von verschiedenen Trassen
rund um Dresden
80er Jahre Konkrete Planungen für eine südliche
Autobahnvariante
April 1990 Zahlen aus der damaligen Planung der
Autobahn: 7 Großbrücken, 7 Knotenpunkte, 11
Rastplätze, Kosten 1,6 Milliarden DDR-Mark, Abriss
von 125 Wohnhäusern und 170 Nebengebäuden sowie
Räumung von 186 Kleingärten wäre notwendig gewesen
06. Januar 1992 Das Autobahnamt Sachsen beauftragt
eine Planungsgemeinschaft mit der Gesamtuntersuchung
einer Autobahn zwischen Sachsen und Böhmen.
30. Juli 1992 Im Ergebnis der Untersuchungen wird
festgestellt, dass nur eine Trasse in der Nähe von
Dresden sinnvoll ist.
03. November 1992 Beschluss des sächsischen
Kabinetts zur Planung der Autobahn in einem Korridor
zwischen Freiberg und der Elbe
22. September 1993 Das Dresdner Stadtparlament
entscheidet sich gegen eine stadtnahe Variante.
03. November 1993 Bei der Linienfindung zwischen
stadtnaher oder -ferner Variante werden 79 Träger
öffentlicher Belange beteiligt.
15. November 1993 Der Bundestag ordnet das Projekt
in den vordringlichen Bedarf ein.
31. März 1994 Sachsens Umweltministerium bestätigt,
dass nur der stadtnahe Entwurf den Erfordernissen
der Raumordnung entspricht.
19. April 1994 Sachsens Kabinett entscheidet sich
für den Bau der Autobahn am Stadtrand von Dresden.
31. Oktober 1994 Das Bundesverkehrsministerium
bestätigt die Linienführung
28. Januar 1995 Dresdens Stadtrat entscheidet sich
erneut gegen den Autobahnbau.
01. Februar 1995 Dresdens Oberbürgermeister Wagner
widerspricht dem Beschluss.
09. Februar 1995 Der Rat weist das Veto zurück.
22. März 1995 34278 Unterschriften machen einen
Bürgerentscheid möglich.
05. November 1995 Mit 68,5 % der abgegebenen Stimmen
entscheiden sich die Dresdner für den Autobahnbau.
11. Januar 1996 Das Autobahnamt Sachsen und die
Autobahndirektion Prag legen den Grenzübergang bei
Breitenau fest.
10. April 1996 Erste Bohrungen für
Baugrunduntersuchungen beginnen
29. April 1996 Das Bundesverkehrsministerium
bestätigt die Trasse zwischen Pirna und der
Bundesgrenze.
16. Dezember 1996 Der Vorentwurf für den ersten
Bauabschnitt (A4 - B170) wird vom
Bundesverkehrsministerium bestätigt.
24. Juli 1998 Das Regierungspräsidium Dresden
erlässt den Planfeststellungsbeschluss für den
Abschnitt 1.1 zwischen A4 und B173.
21. August 1998 Bundesverkehrsminister Wissmann
startet mit einem symbolischen Baggerhub den
Autobahnbau (Bauabschnitt 1.1).
16. Dezember 1998 Bundeskanzler Schröder bestätigt
grundsätzlich den Weiterbau der Autobahn A17.
21. Januar 1999 Bei einer Bundestagsdebatte
bestätigt auch der verkehrspolitische Sprecher von
Bündnis90/Grüne, Albert Schmidt, den Weiterbau der
A17.
21. April 1999 Unterstützt durch ein Spezialkommando
räumt die Polizei das Hüttendorf von A17-Gegnern am
Rande des Zschonergrundes. Damit ist der Weg für die
Großbrücke frei.
26. Mai 1999 Die Bundesregierung stellt 500
Millionen Mark aus zusätzlichen EU-Mitteln für den
Bau bereit.
21. Juli 1999 Der Dresdner Regierungspräsident
Weidelener erlässt den Planfeststellungsbeschluss
für den Abschnitt 1.2 zwischen B173 und B170.
24. August 1999 Die Bauarbeiten am Abschnitt 1.2
beginnen mit einem symbolischen Auftakt im
Plauenschen Grund. Sachsens Wirtschaftsminister
Schommer vollzieht den ersten Rammschlag.
27. Oktober 2000 Der Bau der Tunnel Dölzschen und
Coschütz beginnt.
31. Juli 2001 Der Tunnel Dölzschen wird feierlich
"durchschlagen".
14. September 2001 Das Regierungspräsidium Dresden
erlässt den Planfeststellungsbeschluss für den
Bauabschnitt 2 zwischen B170 und Pirna.
08. Oktober 2001 Das erste Teilstück der Autobahn
(Bauabschnitt 1.1) wird durch den sächsischen
Verkehrsminister Schommer und seinen tschechischen
Amtskollegen Schling für den Verkehr freigegeben.
Anfang 2002 Die Arbeiten im Abschnitt 2 beginnen mit
dem Bau der vier Großbrücken.
08. Juli 2002 Mit einer Grundsteinlegung an der
Baustelle der Lockwitztalbrücke beginnt offiziell
der Bau des zweiten Bauabschnittes von Dresden nach
Pirna.
August 2002
In Sachsen wütet ein verheerendes Hochwasser. Die im
Bau befindliche Autobahn wird jedoch nicht
beschädigt.
29. Oktober 2002 Im Tunnel Coschütz wird die letzte
Sprengladung gezündet.
17. Juli 2003
Das Regierungspräsidium Dresden erlässt den
Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt 3
zwischen Pirna und der Bundesgrenze.
Frühjahr 2004
Die Bauarbeiten im Abschnitt 3 beginnen mit dem Bau
der Großbrücken.
25. Oktober 2004
Das Teilstück zwischen Dresden-Südvorstadt und
Dresden-Prohlis wird für den Verkehr freigegeben.
08. Dezember 2004
Die Bauarbeiten im Abschnitt 3 werden offiziell
begonnen.
13. Dezember 2004
Mit einer symbolischen Öffnung eines Schlagbaums an
der deutsch-tschechischen Grenze beginnen die
Bauarbeiten an der Grenzbrücke über den Schönwalder
Bach.
22. Dezember 2004
Der Abschnitt zwischen Dresden-Gorbitz und
Dresden-Südvorstadt wird für den Verkehr
freigegeben.
22. Juli 2005
Der Abschnitt zwischen Dresden-Prohlis und Pirna
wird für den Verkehr freigegeben.
21. Dezember 2006
Der letzte Abschnitt zwischen Pirna und der
tschechischen Grenze wird für den Verkehr
freigegeben.
13.07.2007 In den letzten Tagen hat es
weitere Fahrzeugbrände auf der A17 und ihren Tunnels
gegeben. Das Autobahnamt Sachsen lobt in diesem
Zusammenhang die Sicherheitstechnik und die
Tunnelüberwachung, so dass bisher keine Personen zu
Schaden kamen. Leider hat ein Brand häufig die
Vollsperrung der Autobahn zur Folge, so dass damit
Behinderungen für viele Autofahrer verbunden sind.
Die Zahl der Brände an der A17 sei im Vergleich zu
anderen deutschen Autobahnen nicht erhöht. Der
Sprecher des Autobahnamtes, Armin Reck, weist in der
Sächsischen Zeitung darauf hin, dass bei einem
Fahrzeugbrand im Tunnel besser die stationären
Brandmelder anstelle des Handys zur Alarmierung
genutzt werden sollten. Damit sei eine präzise
Ortung der Brandstelle möglich und es kann gezielter
reagiert werden. Auch der ADAC hat dem Tunnel
Coschütz im Tunneltest 2006 sehr gute Noten gegeben.
28.06.2007 Wegen eines brennenden Sattelzuges
musste in der Nacht zum Donnerstag die Autobahn A 17
Dresden-Prag an der Abfahrt Dresden-Gorbitz für neun
Stunden in einer Richtung gesperrt werden. 29 Laster
konnten ihre Fahrt erst am Freitagmorgen fortsetzen,
teilte die Polizei mit. An einem tschechischen Lkw
war ein Reifen des Sattelaufliegers geplatzt und
entflammt. Der 41-jährige Fahrer konnte noch
anhalten, die Zugmaschine abkoppeln und in
Sicherheit bringen, bevor der mit Möbelteilen
beladene Auflieger ausbrannte. Das Feuer beschädigte
auch eine Böschung und die Fahrbahn. Der Sachschaden
liegt bei rund 70000 Euro. (dpa)
26.06.2007 Am 27. Juni 2007 beginnt bei
Friedrichswalde offiziell der Bau der Umgehung von
Friedrichswalde-Ottendorf im Zuge der S170 als
Zubringer zur A17. Der sächsische Wirtschafts- und
Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD) startet die
Bauarbeiten um 9:30 Uhr mit einem symbolischen
Baggerhub.
06.06.2007 Die tschechische Autobahn D8 wird
am 07. Juni 2007 zwischen 0:00 Uhr und ca. 14:00 Uhr
zwischen den Anschlussstellen Petrovice und Kninice
in beiden Richtungen voll gesperrt. Grund sind
Wartungsarbeiten und eine Rettungsübung in einem
Tunnel.
19.04.2007 Die Chancen für einen baldigen
Baustart der Ortsumgehung von Kesselsdorf im Zuge
der B173 (Zubringer zur A17) stehen nach Information
der Sächsischen Zeitung gut. Spätestens im Sommer
dieses Jahres soll der Planfeststellungsbeschluss
vorliegen. Strittig waren noch Details der
Entwässerung in Richtung Zschonerbach. Die Pläne
sollen jetzt nocheinmal öffentlich ausgelegt werden,
danach kann der Beschluss gefasst werden. Die 3,4
Kilometer lange Umgehung soll 9,2 Millionen Euro
kosten.
17.04.2007 Im Tunnel Coschütz der A17 ist
heute gegen 10 Uhr ein PKW Renault Espace in Brand
geraten. Der Fahrer konnte aus dem Tunnel flüchten,
das Fahrzeug brannte jedoch vollständig aus. Der
Brand wurde von den Mitarbeitern der
Tunnelbetriebsstelle in Dresden-Hellerau bemerkt,
bevor die automatischen Brandmelder Alarm auslösten.
Sicherheitshalber wurden beide Tunnelröhren gesperrt
und der Rauch mit Hilfe der Lüftungstechnik aus dem
Tunnel geblasen. Die Feuerwehr kam dadurch gut an
das brennende Fahrzeug heran und konnte den Brand
schnell löschen. Bis auf den Asphalt wurde der
Tunnel nicht beschädigt. Personen kamen nicht zu
Schaden. Nach etwa einer Stunde konnte der Tunnel
wieder für den Verkehr freigegeben werden.
10.04.2007 Im Streit um den Bau einer
nordböhmischen Trasse der Autobahn Dresden-Prag ist
nach Angaben der tschechischen Baudirektion RSD eine
wichtige Entscheidung gefallen. Das berichtete der
Prager Fernsehsender CT 24 am Montag auf seiner
Internetseite (Übersetzung) unter Berufung auf einen
RSD-Sprecher. Danach hat das tschechische
Umweltministerium einen wesentlichen Einspruch von
Bürgerinitiativen gegen das Teilstück im
Naturschutzgebiet "Böhmisches Mittelgebirge"
zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung sei kein
Widerspruch möglich, hieß es. Damit könne die RSD
endlich die Baugenehmigung für die seit Jahren
umstrittene Trasse einreichen, berichtete CT 24.
RSD-Generaldirektor Alfred Brunclik betonte,
vermutlich spätestens Ende 2010 sei das 16 Kilometer
lange Teilstück zwischen Lovosice und Rehlovice
befahrbar. Der Bezirksvorsitzende Jiri Sulc sprach
im Zusammenhang mit der Entscheidung des
Umweltministeriums von einer "sehr positiven
Nachricht". Wegen der fehlenden Trasse sei das
Verkehrsaufkommen auf den Ausweichstraßen im Raum
Usti nad Labem (Aussig) sehr groß und werde sicher
im Sommer deutlich schlimmer, sagte der
Lokalpolitiker. (dpa)
04.04.2007 Der offizielle Startschuss für die
Verlegung der Bundesstraße B 173 in Dresden ist am
Mittwoch gefallen. Bis Oktober 2008 wird die
Verbindung zwischen Coventrystraße und
Anschlussstelle der Autobahn A 17 Dresden-Gorbitz
völlig neu gebaut und zum vierspurigen
Autobahnzubringer. "Der Ausbau wird die Verbindung
zwischen Freiberg und Dresden leistungsfähiger
machen und die Stadt-Umland-Anbindung deutlich
verbessern", sagte Ministerpräsident Georg Milbradt
(CDU). Der neue Abschnitt sei eine wichtige
Voraussetzung zur Bewältigung des hohen
Verkehrszuwachses im Dresdner Westen. Neben dem
Neubau der 2,7 Kilometer Bundesstraße als
Ortsumgehung Kesselsdorf wird im Zuge des Projekts
die Straßenbahntrasse von Gorbitz bis nach Pennrich
verlängert. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen
belaufen sich auf rund 57 Millionen Euro. 22,8
Millionen Euro davon zahlt der Bund. (dpa)
26.03.2007 Die
Neuigkeiten der letzten Wochen: Am 28. Februar 2007
wurde das Dienstgebäude der Bundespolizei am
A17-Grenzübergang Breitenau/Krasny Les feierlich
eingeweiht. Die Staatsanwaltschaft prüft wegen der
Korruption beim Bau der A72 bei Chemnitz, ob beim
Bau der A17 eventuell auch Schmiergelder geflossen
sind. Der Bau der Umgehung von Goppeln und Rippien
auf der S191 zwischen Dresden-Nickern und Bannewitz
(A17-Zubringer Dresden-Prohlis) könnte noch in
diesem Jahr starten. Bisher besteht aber noch kein
Baurecht. Der Zubringer an der AS Heidenau wird am
02. April 2007 bei Borthen/Röhrsdorf freigegeben.
Der gesamte Zubringer soll am 24. Juli 2007
fertiggestellt sein. Heidenau hat die Beschilderung
zur A17 verbessert und damit auf Beschwerden von
Bürgern reagiert. Die Kirche von Friedrichswalde
soll nach dem Willen ihres Pfarrers Olaf Börnert
eine "Autobahnkirche" an der A17 werden. Ungeklärt
seien aber noch Anfahrt und Parkplätze.
08.02.2007 Während die
A17 bereits vollständig im Betrieb ist und nur noch
Nacharbeiten durchgeführt werden, soll endlich der
Autobahnzubringer im Dresdner Westen ausgebaut
werden. Nach zehnjähriger Planung wird die
Coventrystraße (Bundesstraße 173) verlängert und
vierspurig neben der alten Kesselsdorfer Straße in
Gompitz entlang führen. Dazu wurden bereits Bäume
gefällt, das Gelände nach Bomben abgesucht und ein
Regenrückhaltebecken gebaut. Am 5. März 2007 soll
der Bau offiziell starten, dann wird mit dem Aushub
von insgesamt 450.000 Kubikmetern Erdreich und dem
Bau der Brücken begonnen. Außerdem wird die
Straßenbahn bis nach Gompitz verlängert und es
werden zwei "Park-and-Ride"-Parkplätze entstehen.
Ende 2008 soll der Bau fertig sein.
12.01.2007
Die Tschechische Straßen- und Autobahndirektion (RSD
CZ) hat ein Hinweisblatt zur Verkehrsführung
zwischen Trmice und Lovosice herausgegeben. Wir
haben dies in unsere Rubrik "Karten" aufgenommen.
06.01.2007 Die Vignetten zur Benutzung der
tschechischen Autobahnen soll es in Deutschland
demnächst nicht nur in den Geschäftsstellen des ADAC
zu kaufen geben. Auch an den Autobahnraststätten
"Dresdner Tor", "Oberlausitz", "Auerswalder Blick"
und "Freienhufener Eck", auf dem Parkplatz "Am
Nöthnitzgrund" an der A17 und probeweise am
Grenzübergang Breitenau/Krasny Les werden diese
demnächst erhältlich sein. Desweiteren soll das
Vertriebsnetz in Deutschland auf weitere Tankstellen
erweitert werden. Dies teilte das SMWA mit.
www.autobahn-online.de
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