Mehdorn eröffnete
Dresdner Hauptbahnhof Umbauarbeiten kosteten 250
Millionen Euro - 33.000 Quadratmeter große
Dachkonstruktion als Herzstück
Dresden - Der Hauptbahnhof
in Dresden erstrahlt nach sechsjähriger Umbauarbeit
in neuem Glanz. Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte am
Freitag bei einem Festakt: «Der sanierte
Hauptbahnhof ist die gelungene Verbindung der
historischen Stahlkonstruktion aus dem 19.
Jahrhundert und der Zeltdachmembran des 21.
Jahrhunderts.» Damit sei die die sächsische
Landeshauptstadt um ein Schmuckstück reicher.
Nach den Worten Mehdorns sind seit der Bahnreform im
Jahre 1994 insgesamt rund 7,5 Milliarden Euro in die
Sanierung und Modernisierung der Bahnhöfe investiert
worden. Alleine der Umbau in Dresden hat 250
Millionen Euro gekostet. Wie Bahnsprecherin Karin
Schwelgin mitteilte, passieren rund 500 Personenzüge
pro Tag den Bahnhof, 50.000 Reisende nutzen ihn
täglich.
Herzstück des Gebäudes ist ein 33.000 Quadratmeter
großes Hallendach mit einer teflonbeschichteten,
lichtdurchlässigen Glasfasermembran. Das neue Dach
lässt viel Licht in den Bahnhof und verhilft dem
denkmalgeschützten Stahltragwerk zu neuer Wirkung.
Architekt Norman Foster entwarf das spektakuläre
Zeltdach. Er schuf auch die neue Kuppel des Berliner
Reichstagsgebäudes.
Schwelgin sagte, dass bei der Gestaltung sehr stark
auf das 1898 erbaute Bahnhofsgebäude eingegangen
worden sei. An der Fertigstellung der Südhalle werde
jedoch noch bis 2007 gebaut.
Der Dresdner Hauptbahnhof ist eine Mischung aus
Kopf- und Durchfahrtsbahnhof. Im Stundentakt
verbinden ICE-Züge die sächsische Landeshauptstadt
mit Leipzig, Erfurt und Frankfurt am Main.
EuroCity-Züge fahren regelmäßig über Prag bis
Budapest und Wien.